Goldguugger zu Besuch in der Finca von Julio

Unsere Reise nach Spanien führte uns für fünf Tage in die Finca von Julio (Ueli Hohl). Die Finka steht hoch über Javea und bietet eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und das Meer. Schon bei der Ankunft spürten wir die besondere Atmosphäre: viel Sonne, eine ruhige Umgebung und ein Haus, das sofort zum Entspannen einlud. Eine Finca steht in Spanien oft für ländliches Wohnen, Natur, Gemeinschaft und Erholung – genau das prägte auch unseren Aufenthalt.

Tag 1: Ankunft und erstes Ankommen

Am ersten Tag kamen wir in Spanien an und wurden von Julio herzlich empfangen. Die Finca lag ruhig und war von mediterraner Landschaft umgeben. Nach der Reise nahmen wir uns Zeit, die Zimmer zu beziehen, das Haus kennenzulernen und die Aussicht zu geniessen. Dabei wurden wir von diversen Köstlichkeiten, die unser Küchenchef «Caro» zubereitet hat verköstigt. Am Abend sassen wir gemeinsam draussen bei einem Freund von Julio auf einer anderen Finka. Auch da wurden wir mit feinen Tapas und reichlich Getränken verwöhnt. Dafür durften wir ein paar Musikstücke darbieten. Diese wurden von den ehemaligen Luzernern und spanischen Freunden begeistert genossen. Zwei Herren spielten so heiss, dass sie sich mit samt den Kleidern im Pool abkühlen mussten. Zurück in der Finka von Julio liessen wir bei einem Schlummertrunk die Nacht gemütlich ausklingen.

Tag 2: Erholung und Party in der Finca

Der zweite Tag stand im Zeichen der Erholung und Vorbereitung auf das grosse Fest bei Julio. Nach einem gemütlichen Frühstück genossen wir die Sonne, verbrachten Zeit im Garten und liessen den Alltag hinter uns. Die ruhige Lage der Finca machte es leicht, abzuschalten. Zwischendurch gab es gute Gespräche, Abkühlung im Pool oder aus dem Kühlschrank Getränke immer mit reichlich Eis verdünnt. Am Abend durften wir teil haben am Fest. Zahlreiche Gäste füllten nach und nach den Platz rund um den Pool. Wir durften mit einem weiteren Konzert und einem typischen Luzerner Lied (vo Lozärn gäge…) den Abend eröffnen. Nach einer kurzen Begrüssung durch Ueli ging die Party richtig los. Ein Band spielte genau die Musik, die wir gerne haben. Es wurde getanzt, gelacht und gegessen. Zum Essen gab es am Gasgrill von Caro zubereitete Älplermakronen mit Apfelmus. Dazu wurden die Gäste an der Poolbar mit Getränken ausgezeichnet durch zwei charmante Spanierinnen bedient. Zu später Stunde gab es noch ein Konzert von zwei Musikern die typische spanische Flamenco Sound spielten. Die Stimmung war grossartig bis spät in die Morgenstunden hinein. Julio war wahrscheinlich einer der letzten aber auch einer der ersten am Pool und räumte die Überbleibsel der Nacht weg. Gemeinsam konnten wir dann das ganze Anwesen wieder in Stand stellen.

Tag 3: Ausflug und spanische Eindrücke

Am dritten Tag unternahmen wir einen Ausflug in die Umgebung. Wir konnten eine für diese Gegend typischen Tradition erleben. Stiere wurden auf der Strasse ein bisschen gereizt, um auf die Holzhindernisse zu steigen. Die Zuschauer konnten das Treiben hinter stabilen Verbauungen mitverfolgen. Mutige konnten aber auch vor den Gittern stehen. Den Tieren passierte aber nichts. Nach einem weiteren gemütlichen Apero in einem Rest. wurden wir von den «Zunftfreunden» zu einer feinen Paella eingeladen. Gestärkt begaben wir uns zum Start des Umzuges. Wir hatten die Ehre den Umzug zu eröffnen und konnten die Leute mit unserer Musik und dem Gesang begeistern. Speziell war, dass die Zuschauer grösstenteils auf selbst mitgebrachten oder irgendwo geliehenen Stühlen sassen. Wäre in Luzern am Umzug undenkbar. Nach dem Konzert waren wir ziemlich erschöpft, vor allem wegen der grossen Hitze. Wir suchten ein gemeinsames Schattenplätzchen, wo wir auf das Wohl von Stefan Willi anstossen konnten, der seinen Geburtstag feierte. Später liefen wir mit unseren Sommer Tenü nochmals ins Dorf und konnten auf einer Strasse zu später Stunde etwas Essen und Trinken. Im Hintergrund sahen wir noch den Schluss des Umzuges, der sehr eindrücklich war und für viele Teilnehmer wirklich eine sehr harte Herausforderung war. Mit den Kostümen bei dieser Temperatur soviele Stunden ausharren ist wirklich hart. Zufrieden kehrten wir spät in der Nacht zurück auf die Finka, wo einige noch den verdienten Sprung in den Pool machten und sich einen Schlummerbecher gönnten.

Tag 4: Ruhetag auf der Finca und WM-Finale

Der vierte Tag begann ruhiger. Wir frühstückten und nutzten die Stunden, um die Umgebung und die Finca zu geniessen. Wir sassen am Pool führten
interessante Gespräche, genossen ein paar Tapas, Tomatensalat mit Mozzarella, feines Brot und viele gute Witze. Am Abend wäre nochmals ein grosser Umzug in Javea geplant gewesen, wo wir ganz nah mitverfolgen wollten. Ausgerecht zu der geplanten Zeit war aber der Fussball WM-Final angesagt. Da Spanien ein Team war gab es nichts anderes als einen schattigen Platz zu finden, etwas zu essen und trinken organisieren und einen möglichst guten Blick auf irgendein TV-Gerät zu haben. Auch dies wurde von Julio mit Bravour organisiert, obwohl er lieber den Umzug gesehen hätte. Die Stimmung war aber so grossartig, dass auch alle nicht Fussballbegeisterten sich mitreisen liessen. Als dann nach langen 120 Minuten Spanien als Weltmeister feststand, gab es in Javea und ganz Spanien kein Halten mehr. Die Leute tanzten umarmten sich und zeigen so grosse Freude über den Sieg. Schön waren wir dabei. Zurück auf der Finka erwartete uns noch eine Überraschung. Julio führte uns in einen bis dahin unbekannten Gang in seiner Finka. Wir liefen an unzähligen Flaschen edlem Wein vorbei an einem Billardtisch und kamen schliesslich in einem orientalisch geprägten Raum an. Das brachte uns so zum Staunen, dass unsere Gaby im orientalischen Teil im Untergrund sogar eine Bauchtanzvorführung wagte. Wir verdankten diese gut gemachte Darbietung mit viel Applaus. Nach einem Schlummerdrunk und einem kühlen Bad im Pool ging auch dieser lange Tag zu ende.

Tag 5: Abschied von Julio und der Finca

Nach einem gemütlichen Start in den Tag, genossen wir das Frühstück mit Kaffee oder Ovo. Am letzten Tag gab es noch ein paar Dinge, die weggeräumt werden mussten. Gegen Mittag fuhren wir noch zu einem kleinen Strand und genossen dort bei einem kühlen Bier ein kleines Mittagessen. Auf dem Rückweg zeigte uns Julio noch einen besonderen Aussichtspunkt. Wir standen auf eine Aussichtsplattform etwa 200m über dem Meer. Leider ist der Leuchtturm in die Jahre gekommen und dank der heutigen Technik (GPS) nicht mehr nötig. Zurück auf der Finka hiess es packen und noch ein wenig die wunderschöne Atmosphäre geniessen. Der Abschied von Julio und seiner Finca fiel nicht ganz leicht, denn die fünf Tage waren geprägt von Gastfreundschaft, Essen, Trinken, Lustig sein und Musik spielen und geniessen. Daraus werden aber sicher ganz viele und schönen Erinnerungen haften bleiben.

Fazit

Die fünf Tage in Spanien in der Finca von Julio waren erholsam, abwechslungsreich, eindrücklich, und sehr lustig. Einige Goldguugger konnten sich hier mal ganz anders kennenlernen. Besonders in Erinnerung bleibt die herzliche Atmosphäre, das gemeinsame Beisammensein und die Ruhe der spanischen Landschaft. Es war eine kurze, aber wertvolle Reise, die noch lange positiv in Erinnerung bleiben wird. Ein grosser und spezieller Dank an Julio für die aussergewöhnliche Gastfreundschaft und an Caro für die zahlreichen kulinarischen Leckerbissen und Transporte von und nach der Schweiz und um Javea.

Zeremonienmeister Paul Zimmermann